3. Pfadfinder

3.1 Pfadfinder als Schlüsselqualifikation
3.2 Learning by doing
3.3 Ganzheitliches Menschenbild
3.4 Altersgemäße Erziehung
3.5 Geschichte der KPE

3.1 Pfadfinder als Schlüsselqualifikation

Training für Morgen - "Schlüsselqualifikation Pfadfinder"

Unsere Kinder und Jugendliche lernen schon in jungen Jahren, was sie später in Beruf oder Familie brauchen: Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen und Zuverlässigkeit.

Wie? Mit Lord Baden-Powells Pfadfindermethode:
Wir gehen mit den Jungen und Mädchen mitten in die Natur. Dort erleben sie die Einfachheit und die damit verbundenen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Kinder probieren Dinge aus und spüren, wie sie selber von Mal zu Mal besser werden. Das schafft Selbstvertrauen.

Wir erleben Abenteuer, die uns unsere Grenzen aufzeigen und die umso spannender sind, je besser wir uns aufeinander verlassen können. Das können wir, denn jeder hat ja versprochen, sein Bestes geben zu wollen. Das Leben auf Lager, Fahrt und in den Gruppenstunden der Jungen und Mädchen spielt sich in kleineren Gruppen ab. Hier wird jeder gebraucht. Man lernt mit anderen zusammenzuarbeiten und jeder übernimmt Verantwortung (z.B. Sippenamt: Materialwart, Koch,…). Nur so wird die Gruppe stark und kann auch bei Wettkämpfen bestehen. Bei diesen Spielen existieren ein fester Regelkanon: „Unser Pfadfindergesetz“.

Ja, die Pfadfinderei ist viel mehr als bloße Freizeitbeschäftigung!

3.2 Learning by doing

Learning by doing - Pfadfindertum als Weg der Selbsterziehung

Unsere pfadfinderische Methode ist ein System fortschreitender Selbsterziehung. Dabei ist das erfahrungs- und handlungsorientierte Lernen „Learning by doing“ das zentrale pädagogische Prinzip des Pfadfindertums, das gerade auch in der Erziehung zur täglichen Guten Tat seinen Ausdruck findet: Wir lernen nicht nur Techniken und Fertigkeiten durch praktisches Tun, in Spielen und Erprobungen. Genauso ist es mit dem Einüben von inneren Haltungen und Einstellungen. Lord Baden Powell, der Gründer der Pfadfinderpädagogik sagte: der Pfadfinder ist „aktiv gut“. (BP, 1964)

Pfadfindergesetz, Wahlspruch und Versprechen verpflichten uns dabei auf die gemeinsamen Werte der Pfadfinderbewegung. Das Arbeiten in kleinen Gruppen ermöglicht es unseren Jugendlichen, früh Verantwortung zu übernehmen und Selbständigkeit zu üben. Es ist selbstverständlich, dass auf diese Weise Selbstvertrauen geweckt und Zuverlässigkeit eingefordert wird. Kurz: Lord Baden Powell hat zur Charakterentwicklung eine geniale Verbindung zwischen Fordern und Fördern entwickelt.

3.3 Ganzheitliches Menschenbild

Sehnsucht nach mehr - der Mut seinen eigenen Weg zu gehen

Das Pfadfindertum sucht den ganzen Menschen zu erziehen, den Menschen als Einheit von Leib und Seele. Deswegen führen wir in unseren Gruppen alle Arten von Aktivitäten durch: Neben Spielen, Sport, Musik, Theater, großen Fahrten und Lagern gehört auch das religiöse Leben zu unserer Gruppenarbeit.

Abenteuer als Herausforderung - die eigenen Grenzen kennen lernen
In den differenziert gestaffelten Erprobungen, einer Grundlage für das Gruppenleben, messen und verbessern die Jugendlichen konkret ihren Fortschritt in allen Lebensbereichen (z.B. Sport, Lager und Fahrt, Erste Hilfe, kreative musische Fertigkeiten...). Auch im Spiel, im Wettkampf mit anderen und im Abenteuer ist der Einzelne in seiner Gemeinschaft angesprochen und herausgefordert.

Natürlichkeit als Einfachheit im Lebensstil
Naturverbundenheit und Natürlichkeit bedeutete für Lord Baden Powell nicht ausschließlich ein Leben in freier Natur, sondern auch eine der menschlichen Natur entsprechende Lebensweise. Darunter verstand er eine Einfachheit im Lebensstil, den Sinn für das rechte Maß und eine gesunde körperliche Betätigung.

Link: Pfadfindertum als "ganzheitliche Erziehungsmethode"

3.4 Altersgemäße Erziehung

Look at the boy!

- so lautete Baden Powells Grundsatz. Entsprechend ermöglicht die Entwicklung von altersgemäßen methodischen Grundsätzen für die Kinder und Jugendlichen einen fortschreitenden Prozess der Selbsterziehung. Wir gliedern die Pfadfinderei in 3 Altersstufen:

  • Spielerisches Lernen in der Wölflingsstufe (7-12 Jahre)
  • Prinzip der Erlebnisorientierung und Verantwortungsübernahme in der Pfadfinderstufe (12–17 Jahre)
  • Dienst in der Roverstufe (ab 17 Jahre)

Wölflinge - Unser Bestes
Schon unsere Jüngsten, die Wölflinge, geben ihr Bestes. Ab dem Altern von 7 Jahren leben sie gemeinsam mit Mogli, Balu und Baghira im Dschungel, wo 1000 Gefahren lauern, die zu spannenden Abenteuern einladen. Ihr Motto heißt dabei: „Unsere Fährte führt durch dick und dünn.“ Hier nehmen Rücksicht, Hilfsbereitschaft und lebenslange Freundschaften ihren Anfang...

Pfadfinder - sei bereit

Mit zwölf Jahren geht es dann richtig los. Jeweils fünf bis acht Pfadfinder/innen schließen sich zu einer „Sippe“ bzw. „Gilde“ zusammen. Diese steht im Wettbewerb mit anderen Gruppen. Wer erlebt die besten Abenteuer? Baut die höchsten Türme? Findet am schnellsten mit Karte und Kompass den Schatz der Inkas? Spielt am besten Theater? Zaubert das beste Menü auf dem Feuer? Erobert Gold bei Olympia? Dafür spezialisiert sich jedes Gruppenmitglied: Köche, Waldläufer, Stimmungskanonen, wandelnde Lexika, Kompassspezialisten, Sanitäter... Alle werden gebraucht und von ihrem gleichaltrigen „Chef“ zu einem unschlagbaren „Dream Team“ zusammengeschweißt.

Rover / Ranger - ich diene
Mit 17 Jahren kommt der Durchbruch in die Welt der Erwachsenen. Viele von uns haben zu diesem Zeitpunkt seit bereits 10 Jahren Fähigkeiten entwickelt, die sie zu Höchstabenteuern befähigen. Eine schier unbegrenzte Palette an Möglichkeiten erwartet uns jetzt, um Christus in seinem Reich zu dienen. Gemeinsam finden wir als Rover/Ranger heraus, wo jeder einzelne seinen Platz im Leben hat. Einsätze für die Kirche, die Gesellschaft, aber auch die Ärmsten der Armen dieser Welt sind uns gute Wegweiser. Das Gebet ist unser Kompass. Das atemberaubende Abenteuer des Lebens kann beginnen...

3.5 Geschichte der KPE

3.5.1 Pfadfindergeschichte

3.5.2 Geschichte der KPE