Fünf Ziele

5.1 Fünf Ziele pfadfinderischer Erziehung

Mit der pfadfinderischen Erziehung fördern wir die Mädchen und Jungen ganzheitlich. Sie gehören zu einer lebendigen Gemeinschaft von Jugendlichen und profitieren von geistlichen Angeboten. So können sie verantwortungsvolle, christliche Menschen werden und ihren Platz im Leben finden: im Beruf, in der Familie oder auch im geistlichen Stand. Grundlage ist uns dazu die Ausrichtung nach den fünf Zielen der pfadfinderischen Erziehung:

I. Gesundheit
ZieleBaden-Powell hatte ein gutes Gespür dafür, dass junge Leute erst einmal gesund sein müssen; gesund - nach individuellem Maßstab. Gerne nehmen wir auch benachteiligte Jugendliche auf. Dann heißt es: „Pfadfinder - trotz allem!" Durch die pfadfinderischen Aktivitäten in frischer Luft und im Rhythmus der Natur tun wir etwas für unsere Gesundheit, unsere Widerstandsfähigkeit und unser physisches Gleichgewicht.

II. Sinn für das Konkrete
Pfadfinder lernen vor allem im weiten Spektrum von Pfadfindertechniken (vom Spurenlesen - bis hin zum Bau von Blockhütten) - Learning by doing! Scouting is doing! Wir Pfadfinder sind keine weltfremden Theoretiker, sondern lernen klar strukturiert zu denken und richtig zu urteilen, um dann je nach Notwendigkeit zupacken und mithelfen zu können. Die Pfadfindererziehung soll den jungen Menschen die Gelegenheit geben, eine aktive Rolle in der Welt zu übernehmen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf ihren späteren Beruf zu entwickeln und sich eine echte Kenntnis anzueignen, wie man die Dinge anpackt.

III. Charakterbildung und Entwicklung der Persönlichkeit
Hier geht es um die Selbstverwirklichung im echten Sinne des Wortes: Wir wollen aus unseren Anlagen das Beste machen und erwerben uns praktisches Grundwissen über Charakter- und Persönlichkeitsbildung, über gegenseitige, soziale Unterstützung und über viele lebenspraktische und aktuelle Themen. Die Methode der Pfadfinderei bietet uns dazu viele Möglichkeiten: Erprobungen erarbeiten, auf Lager und Fahrt gehen, an Wettkämpfen teilnehmen, früh Verantwortung in der Kleingruppe übernehmen und diese führen, vielfältige Formen der Aus- und Weiterbildung nutzen und so Ideale in Gemeinschaft zu leben: Versprechen, Pfadfindergesetz, Prinzipien und Wahlspruch! Es ist notwendig, jungen Menschen Unterscheidungskriterien zum Nachdenken und Urteilen zwischen Gut und Böse aufzuzeigen.

IV. Geist des Dienens

Wir wollen uns in freier Entscheidung im Dienst für Gott und unsere Mitmenschen üben: anderen helfen, bereitet sein, zu dienen und Verantwortung zu übernehmen. Die Pfadfindererziehung hilft jungen Menschen, hilfsbereit gegenüber ihren Nächsten zu werden. Nach und nach können sie so verstehen, dass ihr Leben nur in der Hingabe an andere Menschen echte Erfüllung findet. Mit anderen Pfadfindern werden sie sowohl Menschen kennen lernen, die Hilfe brauchen, als auch solche, die anderen helfen. Diese Entdeckungen sind Vorbild und Motivation.

V. Offenheit für den Glauben an Gott
Unser Glaube ist für uns die Grundlage des Handelns und wir leben ihn als etwas ganz Natürliches und Schönes. Wir wollen in der Natur die Spuren Gottes entdecken, IHN als Herrn und Schöpfer erkennen, IHN in der Gemeinschaft seiner Kirche verehren und fähig werden, unsere Überzeugungen glaubwürdig zu leben und sie weiterzugeben.